Auf dem Weg zu 100% Erneuerbaren

Unseren Energie- und Strombedarf möglichst vollständig aus erneuerbaren Quellen zu decken ist das Ziel der Energiewende. Damit das gelingt, müssen wir erneuerbaren Strom möglichst dann nutzen, wenn er zur Verfügung steht. Andererseits müssen wir die Zeiten überbrücken, wenn er fehlt. Hier setzen unsere 70 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Industrie mit dem Verbundprojekt WindNODE an. Gemeinsam suchen wir Lösungen, um die Erzeugung und den Verbrauch erneuerbaren Stroms in Balance zu bringen. So bleibt das Stromnetz auch dann stabil, wenn immer mehr erneuerbarer Strom erzeugt wird.

Die zweite Phase der Energiewende

Die Energiewende in Deutschland ist bisher eine Stromwende gewesen – und das mit großem Erfolg. Heute stammt weit über ein Drittel des deutschen Strommixes aus Erneuerbaren. In der WindNODE-Region ist es sogar weit über die Hälfte. Möglich wurde das durch den massiven Ausbau von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen. In Deutschland sind das vor allem Wind- und Solarkraftwerke.

Das nationale CO2-Minderungsziel für 2020 wird Deutschland dennoch deutlich verfehlen. Denn in anderen Energiebereichen – oder „Sektoren“ – ist die Energiewende weniger erfolgreich verlaufen, etwa im Verkehr oder bei der Wärme. Damit auch hier der CO2-Ausstoß künftig sinkt, soll auch bei Wärme und Verkehr zunehmend (erneuerbarer) Strom zum Einsatz kommen. Diesen Prozess der Verzahnung verschiedener Energiesektoren nennt man Sektorkopplung.

Doch auch die Energieversorgung ist noch nicht am Ziel: Bis zum Jahr 2030 sollen nach dem Willen der Bundesregierung 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen. Schon heute geraten aber die Stromnetze immer öfter an Belastungsgrenzen, da die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien abhängig vom Wetter stark schwankt. Wie kann es gelingen, diese immer größeren schwankenden („volatilen“) Energiemengen aus Wind und Sonne sicher und effizient ins elektrische Energiesystem zu integrieren?

Das sind nur einige der Herausforderungen der „zweiten Phase der Energiewende“. Hier setzt unser Verbundprojekt WindNODE an. Unserer 70 Projektpartner arbeiten daran, nachhaltige und übertragbare Musterlösungen für diese zweite Phase der Energiewende zu entwickeln.

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Modellregion für Energie und Wende

Die WindNODE-Projektregion umfasst den gesamten Nordosten Deutschlands – von der Ostsee bis zum Thüringer Wald. Über 16 Millionen Menschen leben in unserer Modellregion.

Gleichzeitig bildet sie ein komplettes elektrisches Energiesystem ab: Alle Wertschöpfungsstufen, Netzebenen, Marktrollen und Akteure sind vertreten und an WindNODE beteiligt.

Über 56 Prozent des verbrauchten Stroms sind in der WindNODE-Region schon heute „grün“. Er stammt vor allem aus den volatilen Quellen Wind und Sonne. Das bringt die Stromnetze regelmäßig an ihre Belastungsgrenzen und macht häufige Eingriffe des Übertragungsnetzbetreibers erforderlich – eine Herausforderung, der sich auch andere Regionen in Zukunft öfter stellen müssen.

In der WindNODE-Region ist die Zukunft des Energiesystems also schon heute Alltag. Sie verfügt über ideale Voraussetzungen, Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende zu erarbeiten, die die Energiewende auch andernorts voranbringen können.

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Ein Schaufenster zum Anfassen und Mitmachen

Wie der Projekttitel „Schaufenster für intelligente Energie aus dem Nordosten Deutschlands“ schon verrät, ist WindNODE kein klassisches Forschungsprojekt, sondern ein Reallabor. WindNODE will nicht nur forschen, sondern – und das ist genauso wichtig – auch sofort anwenden, testen und bekannt machen.

Unsere Vorhaben werden helfen, die Energiewende ein stückweit konkreter und begreifbarer zu machen, und den Experten und der Öffentlichkeit zeigen, dass ein intelligentes Energiesystem tatsächlich funktioniert.

Einige der Komponenten, die zu einem solchen intelligenten Energiesystem der Zukunft gehören, können sich Interessierte bei WindNODE an über 30 „besuchbaren Orten“ überall in der Modellregion anschauen.

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Gefördert als „Schaufenster intelligente Energie“

Die Arbeit von WindNODE wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie (SINTEG)“ gefördert. Die Durchführung wird durch den Projektträger Jülich unterstützt. 

Das Projekt steht unter der politischen Schirmherrschaft der sechs Regierungschefs der ostdeutschen Bundesländer inklusive Berlin. Auf der Arbeitsebene findet darüber hinaus ein intensiver Austausch mit den Ministerien der beteiligten Länder statt.

Dank der Förderung in SINTEG und der Unterstützung durch die beteiligten Bundesländer können bei WindNODE über 70 Partner aus Wirtschaft, Forschung und Politik vier Jahre lang an zukunftsfähigen Lösungen für die Energiewende forschen. Das Forschungsprogramm läuft noch bis Ende 2020.

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