Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gGmbH (IÖW)

Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) ist ein führendes wissenschaftliches Institut auf dem Gebiet der praxisorientierten Nachhaltigkeitsforschung. 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeiten Strategien und Handlungsansätze für ein zukunftsfähiges Wirtschaften – für eine Ökonomie, die ein gutes Leben ermöglicht und die natürlichen Grundlagen erhält. Das Institut arbeitet gemeinnützig und ohne öffentliche Grundförderung.

Kurzbeschreibung des Projektbeitrags

Flexibilitätspotenziale von Prosumern

Im Regionalkraftwerk Uckermark, aber auch darüber hinaus, können Prosumer (Kleinverbraucher und  -erzeuger) ihre Stromerzeugung und -verbrauch lokal flexibilisieren und potenziell Strom so nutzen, wie er verfügbar ist. Anders als in einem Kraftwerk wird die Stromnutzung im Privathaushalt kurzfristig durch das Verbrauchsverhalten bestimmt. Beispielsweise kann die Waschmaschine auf der einen Seite nicht mitten im Waschvorgang unterbrochen werden und auf der anderen Seite kann sie nur starten, wenn sie beladen ist. Daher sind diese Potenziale zeitlich sehr unterschiedlich und auch nur unter bestimmten Restriktionen abrufbar.

Aber nicht nur private Haushalte, auch Gewerbebetriebe haben die Möglichkeit, zu Prosumern zu werden und mit ihrer Flexibilität einen Systembeitrag zu leisten. Das IÖW bewertet anhand von Simulationen mit einem Prosumer-Modell, welches Potenzial private Haushalte und Gewerbe haben, flexibel Strom zu erzeugen und zu verbrauchen und wie mit den Restriktionen umgegangen werden kann.  Durch die spezifische Konfiguration der Prosumer-Haushalte (bspw. unterschiedliche Betriebsweisen oder äußere Steuerungsmechanismen des Energieverbrauchs im Haushalt) kann simuliert werden, wie sich Prosumer-Haushalte in der Untersuchungsregion entwickeln können und Effekte für das Regionalkraftwerk und das Energiesystem sich zuverlässiger abschätzen lassen. Durch diese spezifischen Betriebsweisen und/oder Steuerungsimpulse von außen können Prosumer-Haushalte verschiedene Flexibilitäten für das Energiesystem bereitstellen. Derartige Effekte können mit dem IÖW-Prosumer-Modell für den Haushalt abgebildet und die Wirkung in der Aggregation ausgewiesen werden. Die Modelllogik wird zudem auch auf Gewerbebetriebe übertragen, die in der Untersuchungsregion als Prosumer eine Rolle für das Gesamtsystem bzw. für das Regionalkraftwerk spielen können. Hierfür werden spezifische Messdaten bzw. typische Verbräuche von den relevanten Betrieben verwendet.

Die Ergebnisse dienen über die Simulation des Reiner-Lemoine-Instituts für das Regionalkraftwerk Uckermark zur optimalen Fahrplanbestimmung. Darüber hinaus können die Simulationsergebnisse Aufschluss darüber geben, welche Bedeutung die Flexibilitätspotenziale von Prosumern haben und unter welchen Bedingungen diese abgerufen werden können.

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