Siemens AG Deutschland Energy Management

 Die Division Energy Management aus Erlangen ist einer der weltweit führenden Anbieter von Produkten, Systemen und Lösungen für die zuverlässige Übertragung und Verteilung elektrischer Energie. Als verlässlicher Partner für den Auf- und Ausbau einer effizienten Energieinfrastruktur und die Digitalisierung von Stromnetzen bietet die Division Energy Management Energieversorgern und der Industrie das passende Portfolio. Es reicht von Anlagen und Systemen für die Niederspannungs- und Verteilnetzebene über Smart Grids bis zu Hochspannungs-Übertragungssystemen. Energiespeichersysteme und Lösungen für dezentrale Energieversorgungsanlagen runden das Angebot ab. Die Division ist mit weltweit rund 52.000 Mitarbeitern und etwa 100 Fertigungsstätten in mehr als 90 Ländern vertreten.

Kurzbeschreibung des Projektbeitrags

Flexibilisierung industrieller Prozesse zur optimalen Lastverschiebung

Angesichts der Zunahme einer schwankenden Einspeisung  aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne wird es immer wichtiger, dass auch die Verbraucher zukünftig Ihren Stromverbrauch flexibilisieren und so das eigene Lastverhalten an einer schwankenden Erzeugung der Erneuerbaren Energien ausrichten. Im Rahmen des Projektes WindNODE werden vielfältige Flexibilisierungsansätze unterschiedlicher Verbraucher innerhalb der nächsten 4 Jahre auf Eignung und Wirtschaftlichkeitspotenzial hin untersucht. Im Rahmen des Arbeitspaketes "Intelligentes industrielles Lastmanagement" in WindNODE wird Siemens die Frage in der Praxis klären, wie und in welchem Umfang industrielles Lastmanagement zur Stabilisierung des Energiesystems beitragen kann und wie die Zusammenarbeit mit den Energiemarkt-Akteuren funktioniert. Es soll die Voraussetzung für eine Lastverschiebung im industriellen Umfeld geschaffen werden und so produktionsbegleitende Lastgänge und Lastgänge der Produktion messbar, prognostizierbar und steuerbar werden.

In vier Berliner Siemens-Werken werden im Rahmen einer umfassenden Befragung auf der Basis eines von Siemens entwickelten Lasterfassungsbogens industrielle Prozesse auf Ihre Eignung zur Flexibilisierung hin untersucht. Es gilt vor allem, einen Umdenkungsprozess anzustoßen. Dieser basiert darauf, dass angesichts der zunehmenden schwankenden Erzeugung aus Erneuerbaren und dem Ausstieg aus konventionellen Energiequellen zukünftig der Verbrauch der Erzeugung folgen muss und nicht mehr wie bisher der Verbrauch die Erzeugung bestimmen kann. Auf diese Änderung ist die Industrie frühzeitig vorzubereiten, um geeignete Maßnahmen zur Flexibilisierung der industriellen Produktion zu entwickeln. Ein wesentlicher Schritt ist die Schaffung der notwendigen Transparenz durch Digitalisierung der einzelnen Lastgänge, durch Ausstattung mit intelligenter Messtechnik und deren Vernetzung, um so eine Bündelung von Flexibilitäten und eine zentrale Steuerung von Lastgängen zu ermöglichen.

Die Flexibilisierung industrieller Prozesse wird mit Hilfe eines von Siemens Energy Management entwickelten Steuerungsmoduls realisiert. Es gilt, die Integration von fluktuierenden Erneuerbaren Energien in unser Gesamtenergiesystem zu fördern sowie letztlich mit Hilfe intelligenter Modelle auch eigene Energiekosten zu reduzieren. Ausgehend vom Energiedaten-Management-System von Siemens Energy Management soll eine energieoptimierte Produktionssteuerung entwickelt werden, womit eine Verbindung zwischen den beiden Welten Produktionssteuerung und Energie-Management geschaffen werden soll. Das technische Ziel liegt in der Laststeuerung industrieller Anwendungsfälle. Es soll neben dem Flexibilisierungspotenzial von Siemens auch ein Flexibilisierungspotenzial in Höhe von 180 MW in Berlin über die Initiative "Meine Energie für meine Stadt" der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. evaluiert werden und für den operativen Betrieb bereitgestellt werden.

 

Arbeitsfelder

(5) Marktdesign und Regulierung – neue Spielregeln und Rollen im Energiesystem

(6) Neue Flexibilitätsoptionen – Speicher und Power-to-Value

(7) Lastverschiebepotenziale – Flexibilitäten bei industriellen Lasten

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