Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS

Fraunhofer FOKUS entwickelt und erforscht am Standort Berlin Kommunikations- und Informationstechnologien. Im Zentrum der Forschungsaktivitäten steht die Forschung und Entwicklung von IT-Infrastrukturen und Netzwerken zur domänen- und organisationsübergreifenden Kommunikation. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung stellt Fraunhofer FOKUS einen bedeutenden IT-Forschungspartner für die Telekommunikations-, Automobil- und Medienindustrie sowie für die öffentliche Verwaltung. Auf wissenschaftlicher Ebene gilt Fraunhofer FOKUS als renommierter Kooperationspartner in Forschungsprogrammen der Europäischen Kommission sowie nationaler Fördergeber.

Kurzbeschreibung des Projektbeitrags

Unterstützung der Digitalisierung des Energiesystems

Energie wird heute nicht mehr nur in großen Kraftwerken erzeugt. Durch viele kleine Erzeuger, bspw. regenerativer Energiequellen ist das Energiesystem mit seinen Infrastrukturen, Geschäftsmodellen und Rollen zunehmend diversifiziert und dezentral. Die Digitalisierung muss also übergreifend erfolgen und eine intelligente und sichere Vernetzung ermöglichen, um den sicheren Fluss der vielfältigen Daten zu gewährleisten, die die Grundlage für eine weitergehende Analysen bez. technischer, betrieblicher, wirtschaftlicher aber auch gesellschaftlicher und politischer Fragestellungen sind. Offene Daten sind hier ebenso ein Baustein, wie Standards zur Steuerung von Energieanlagen, die es ermöglichen, die vielfältigen dezentralen Verschiebepotentiale bei Energieerzeugung  und -verbrauch wirtschaftlich optimal zu nutzen.

Fraunhofer FOKUS unterstützt die Digitalisierung des Energiesystems mit der Entwicklung von IKT-Basisdiensten, die die Kommunikation der Akteure sowie sicheren Datenaustausch und wechselseitige Nutzung von Diensten ermöglichen. Dazu soll ein Daten- und Dienstemarkt aufgebaut werden. Beteiligte und Berechtigte können über das Portal sowie standardisierte APIs auf Daten und Dienste zugreifen. Damit Basisdienste und ihr Zusammenspiel rechtskonform gestaltet und gegen Angriffe geschützt, wird zudem ein standard-basiertes Sicherheitskonzept erarbeitet.

Gleichzeitig wird das Open Data Portal www.netzdaten-berlin.de gemeinsam mit der Stromnetz Berlin GmbH an die neuesten Entwicklungen angepasst, möglichst viele relevante Daten mit möglichst detaillierten Informationen veröffentlichen zu können. Dabei hilft auch ein "Anonymisierer" (erste Version bis Mitte 2018), der sensible Daten anonymisiert, um diese für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Um dezentrale Flexibilitäten des Marktes besser zu nutzen, wird in Zusammenarbeit mit der energy2market GmbH und dem Industrieforum VHPready e.V. bis Ende 2018 ein entsprechender Erweiterungsvorschlag für den Industriestandard VHPready erarbeitet. Ein erstes Szenario zum Aufzeigen von Flexibilitäten ist für 2018 geplant.

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