E.DIS Netz GmbH

Von der Ostseeküste bis vor die Tore des Spreewaldes erstreckt sich das rund 35.500 Quadratkilometer große Netzgebiet der E.DIS Netz GmbH. In Fürstenwalde/Spree, Demmin und Potsdam befinden sich die drei großen Standorte des Unternehmens mit den wesentlichen zentralen Verwaltungsfunktionen. Darüber hinaus arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von über 40 Standorten aus für eine zuverlässige Energieversorgung in der Region. Sitz der E.DIS Netz GmbH ist die Stadt Fürstenwalde/Spree.  Die E.DIS Netz GmbH gehört zu 100 Prozent der E.DIS AG und ist Teil der E.DIS-Gruppe. Die E.DIS-Gruppe bietet über weitere Tochterunternehmen vielfältige Dienstleistungen an. Das Spektrum reicht von Leistungen im Bereich der Wärme- und Kälteversorgung, der Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien, über Serviceleistungen für Strom- und Gasnetze sowie Windenergieanlagen, TÜV-zertifizierte Call- und Serviceleistungen bis hin zur Telekommunikation. Die E.DIS-Gruppe gehört mit rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern Ostdeutschlands.

Der Netzbetrieb ist in drei Regionalbereiche organisiert. Tätigkeitsbereiche der Gesellschaft sind die Elektrizitätsverteilung (Sparte Strom) über das rund 79.000 Kilometer lange Stromnetz in großen Teilen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, die Gasverteilung (Sparte Gas) über die insgesamt circa 4.600 Kilometer langen Gasnetze im Süden von Mecklenburg-Vorpommern und im Norden von Brandenburg sowie die sonstigen Tätigkeiten im Strom- und Gassektor.

Der Anschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und die Stromaufnahme aus bestehenden Anlagen prägen den Stromnetzbetrieb des Unternehmens. Am Stromnetz der E.DIS Netz GmbH sind aktuell rund 8.800 Megawatt aus Anlagen gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und rund 800 Megawatt aus anderen dezentralen Erzeugungsanlagen, insbesondere gemäß Kraft-Wärme-Koppelungs-Gesetz (KWKG), angeschlossen.

Die E.DIS-Gruppe trägt mit ihren Steuer- und Konzessionszahlungen sowie Dividenden spürbar zur Finanzierung der Haushalte von Städten und Gemeinden in der Region bei.

Kurzbeschreibung des Projektbeitrags

Beitrag zur Flexibilitätsplattform, Netzdatenvermittlung und Cable Earth Verfahren

Im Arbeitsbereich "Innovative Prozessplattform" wird u.a. eine Flexibilitätsplattform entwickelt, durch die zusätzliche Flexibilitätspotentiale in den Redispatch-Prozess eingebunden werden sollen. Die Einbindung dieser Anlagen soll freiwillig und diskriminierungsfrei geschehen. Dazu soll eine Webplattform entwickelt werden, über die Anlagenbetreiber, -vermarkter bzw. Aggregatoren ihre Flexibilitäten standort- bzw. gebietsscharf anbieten und durch Netzbetreiber mit Redispatch-Bedarf angefordert werden können. Die Konzeptentwicklung umfasst die Ausgestaltung der Webplattform, die Entwicklung eines Präqualifizierungsverfahrens, die Definition von Produkten, die Bestimmung des Ablaufs des Gebotsprozesses, die Kommunikation des Flexibilitätspotenzials inkl. einer Abstimmung zwischen den Netzebenen, den Abrufprozess sowie Fragen der Abrechnung. Die E.DIS AG wird sich in die Entwicklungen in diesem Teilprojekt einbringen.

Daneben sollen die Auswirkungen eines wachsenden Anteils von regenerativen Erzeugern, Speichern, Elektromobilität sowie Residuallasten untersucht werden. Daraus
ergibt sich ein Beitrag zur Betriebs- und Optimierungsstrategie um Netzausbaubedarf auf der Verteilnetzebene zu minimieren. Die E.DIS AG unterstützt das Projekt und stellt die
benötigten Netzdaten aus dem Versorgungsgebiet zur Verfügung.

In einem weiteren Teilvorhaben von WindNODE wird auf einer 110kV-Kabeltrasse mit volatiler Stromlast aus Erneuerbaren Energien ein Monitoring der Kabeltemperatur und Wärmeemission zur Ermittlung der maximalen Strombelastbarkeit mit dem Cable Earth Verfahren durchgeführt. Dazu wird eine 30km lange 110kV-Kabeltrasse im Versorgungsgebiet der E.DIS AG im Oderland (Heinersdorf-Metzdorf) mit dem Monitoringsystem errichtet und in Betrieb genommen. Die Übertragungsreserven unter Berücksichtigung der Echtzeitprognose und Temperaturfaktors sowie die Handlungsoptionen zum effizienten Trassenbau und –betrieb sollen dabei als Ergebnis ermittelt werden.

Wir verwenden auf dieser Seite Cookies. Wenn Sie auf OK klicken oder weiter diese Seite nutzen, sind Sie mit der Nutzung von Cookies einverstanden. Mehr Informationen und Möglichkeit zur Deaktivierung.