degewo netzWerk GmbH

Die degewo netzWerk GmbH ist als Tochter der degewo AG, dem mit 75.000 Wohnungen und 1.200 Gewerbeeinheiten größten kommunalen Wohnungsunternehmen Berlins, in den Geschäftsfeldern Energiemanagement, Energielieferung, Messdienste und digitale Infrastrukturen tätig.  

Kurzbeschreibung des Projektbeitrags

Power-to-Heat-Anlage als Backup und "degewo-Zukunftshaus" mit Plus-Energie-Konzept

Im Rahmen von WindNODE bringt die degewo netzWerk GmbH zwei Vorhaben ein:

  1. In Berlin-Lankwitz ist degewo netzWerk GmbH Eigentümer und Betreiber einer Wärmeerzeugungsanlage für ein in 2016 neu errichtetes Wohngebäude mit 47 Wohneinheiten. Die Anlage nutzt Holzpellets als Brennstoff. Um die Versorgungssicherheit der Wärmeversorgung für die Bereitstellung von Heizwärme und Trinkwarmwasser zu steigern, ist vorgesehen, bei Störungen der Pelletkesselanlage eine Power-to-Heat-Anlage (PtH-Anlage) als Backup-Lösung zu nutzen. Die PtH-Lösung soll mehrstufig realisiert werden (bis zu 4 x 12,5 kW geplant). Ein geeignetes Regelkonzept, das mit den Zielen von WindNODE und SINTEG abzustimmen ist, soll neben dem primären Ziel der Backup-Lösung auch die Netz-/Systemdienlichkeit gewährleisten. Zusätzlich ist herauszuarbeiten, ob und unter welchen Umständen die Energiebereitstellung über die PtH-Anlage ökologisch und ökonomisch der Wärmeversorgung mit Holzpellets vorzuziehen ist und wie sich dies im Regelkonzept realisieren lassen würde.
     
  2. Was beim klimafreundlichen, energieeffizienten Wohnen schon alles möglich ist, erleben Mieterinnen und Mieter tagtäglich im „degewo-Zukunftshaus“ in der Havensteinstraße 20/22. Dort ist degewo netzWerk GmbH Eigentümer und Betreiber der Energieerzeugungsanlagen im "degewo-Zukunftshaus", einem Bestandsgebäude aus den 50’er Jahren mit 64 Wohneinheiten. degewo hat für dieses Haus in Form einer Pilotlösung ein Plus-Energie-Konzept entwickelt. Das Haus im Berliner Stadtteil Lankwitz wurde von degewo nach höchsten Standards saniert. Heute versorgt sich das Haus fast komplett selbst mit klimafreundlich erzeugter Energie aus Photovoltaik auf dem Dach und an der Fassade sowie Kombimodulen für PV und Solarthermie. Die Wärme wird in einem Erdspeicher saisonal gespeichert und über Wärmepumpen auf ein nutzbares Niveau gebracht, der erzeugte Strom wird in einem Stromspeicher (Redox-Flow) für die Abend- und Nachtstunden zwischengespeichert. Der Wärmebedarf der Wohnungen sinkt um bis zu 85 %. Ein großer Vorteil ist dabei die Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen.

Im AP 8.4 "Vergleich und Transfer von Quartierskonzepten" liefern beide Vorhaben wichtige Vergleichspunkte für die in WindNODE entwickelten Lösungen und Konzepte, insbesondere zum netzdienlichen Einsatz von Quartieren und der Abschätzung möglicher Beiträge von Quartieren zur Integration Erneuerbarer Energien.

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