Sieger der WindNODE Challenge 2018 gekürt

Auf der Clusterkonferenz am 05.12.2018 wurden die Sieger der WindNODE Challenge 2018 auszeichnet.

Bei der WindNODE Challenge handelt es sich um den Ideen- und Technologiewettbewerb, der von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des nordostdeutschen Schaufensters für intelligente Energie organisiert wird.

Seit Mai 2018 bestand für Interessierte die Möglichkeit, sich mit einem innovativen Konzept oder Lösungsvorschlag auf eine der vier thematischen Kategorien zu bewerben:

  • Das Stadtwerk der Zukunft
  • Integration der Elektromobilität
  • Smart Meter und wie weiter?
  • Begeisterung für die Energiewende.

Die Kategorien wurden mit Aufgabenstellungen von den WindNODE-Partnern ASEW, Stromnetz Berlin und der TU Berlin (Fachgebiet Energiesysteme) formuliert.

Mitte September endete die Einreichungsfrist. Bis dahin waren 23 Bewerbungen eingegangen. Mit Hilfe einer Juryentscheidung wurden sechs besonders interessante Ansätze ausgewählt, die im Rahmen eines Wettbewerbs auf der Clusterkonferenz Energietechnik Berlin-Brandenburg in jeweils fünf Minuten präsentiert werden konnten. Vor Ort wurde die finale Entscheidung durch das anwesende Publikum per Stimmkarten herbeigeführt.

Der Präsentationswettbewerb stellte den Höhepunkt der WindNODE Challenge 2018 dar. Die Gäste der Clusterkonferenz konnten ein spannendes und durchaus enges Finale mit innovativen Ideen und Konzepten beobachten. Die ersten drei Plätze wurden mit Preisgeldern für ihre Mühen belohnt, zusätzlich erhielten alle Finalisten einen kunstvoll verzierten Berliner Buddybären. Beim Publikum konnte sich die Solmove GmbH als Sieger durchsetzen, gefolgt von Ellery Studio auf Rang zwei und Fresh Energy auf Rang drei.

Die Finalisten der WindNODE Challenge 2018 im Überblick:

Platz 1 Solmove: Smart Solar Streets

Hierbei handelt es sich um eine intelligente Solarstraße, die pro Quadratmeter 100 kWh sauberen Strom erzeugt. Damit wird die ansonsten „verschwendete“ Sonnenenergie „eingefangen“ und nutzbar gemacht. Die stabilen Photovoltaikmodule würden den Straßenbau revolutionieren, denn der Verkehrsweg würde zur Stromerzeugung genutzt. Der Belag wird auf vorhandene Flächen, wie Straßen und Wege geklebt, der so erzeugte Strom ins Netz eingespeist oder direkt genutzt, z.B.  könnten mit kombinierter induktiver Ladetechnik Elektroautos während der Fahrt mit Strom versorgt werden. Der Geschäftsführer von Solmove, Donald Müller-Judex, brachte zur Veranschaulichung ein Stück des Straßenbelages mit, der durch die neugierig gewordenen Zuschauerreihen wanderte.

Platz 2 Ellery Studio: Solar Punk Festival (SPF18)

Das SOLAR PUNK FESTIVAL brachte ab Ende August 30 Menschen - NGOs, Wissenschaftler, Künstler und Studenten - zusammen. Durch wissenschaftliche Vorträge, Methoden des Design Thinking und der Zukunftsforschung entstand im Laufe der mehrtägigen Veranstaltung eine begehbare Installation, die „Solar Capsule“. Eine Art Wohnkapsel der Zukunft, in der alle Gegenstände des Raums eine innovative Funktion haben und über ein wurzelartiges Stromnetz miteinander verbunden sind. Solarpunk ist eine literarische Bewegung innerhalb des Genre Science Fiction, in der eine Zukunft im Zentrum steht, die wir als wünschbar erachten. Das „Ellery Studio“, das sich dem visuellen Design, der nachhaltigen Innovation und dem kreativen Lernen verschrieben hat, eröffnet Möglichkeitsräume, kreiert Sichtbares, bringt unterschiedliche Disziplinen zusammen und begeistert auch Fachfremde für das Thema Energiewende. Dodo Vögler brachte durch ihre abwechslungsreiche Präsentation mit Bildern aus Filmen wie Star Wars und Blade Runner das Publikum auf ihre Seite.

Platz 3 Fresh Energy: Mehrwerte basierend auf Smart Meter Daten

Hinter dem Stromversorger fresh energy verbirgt sich eine App, die individuelle Stromverbrauchsdaten von einem Smart Meter mithilfe komplexer Algorithmen analysiert, um den Kunden zu zeigen, wie viel Strom seine Geräte verbrauchen und wie viel ihn das jeden Monat kostet. Durch die Visualisierung und den kontinuierlichen Informationsfluss ist es möglich mehr als 8% Energie und damit Kosten zu sparen. Die App kann auch Bestellvorgänge initiieren, die das reibungslose Funktionieren der weißen Ware am Laufen hält. Dadurch ermöglichen sie ihren Kunden Daten getriebene Mehrwerte durch die Nutzung von Smart Metern. Geschäftsführer Dr. Christian Bogatu überzeugte nicht nur mit seinem Geschäftsmodell, sondern auch durch seine lebendige in Science-Slam Manier vorgetragene Präsentation.

Platz 4 hielt die TU Berlin SENSE inne mit ihrem Konzept der „Smart.Grid App“, Platz 5 teilten sich Team CHES/ TU Dresden mit ihrer Idee für „Das Stadtwerk der Zukunft“ und die FH Potsdam mit ihrem „Innovativen Ladeinfrastrukturansatz für Bestandsobjekte“ am Beispiel des FH-Campus.

Wir bedanken uns noch einmal herzlich bei allen Beteiligten, dass sie die Herausforderung - die WindNODE Challenge 2018 - angenommen haben.

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